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“Wir…fungiren als SEO-Expertenteam”

Tagtäglich bekomme ich das Gefühl, dass das Berufsbild eines SEO sehr beliebt zu sein scheint. Auch, wenn es dann mehr Konkurrenz geben würde, befürworte ich Leute, die da jetzt noch einsteigen wollen. Vorrausgesetzt, sie haben auch den Willen richtig was zu lernen und nicht mit windigen SEO-Geschäftchen ihr Geld zu machen.. Denn es ist mit dem SEO wie beim Fitness-Training - ohne Training keine Ergebnisse!

So erreichte mich heute eine E-Mail, Absender uninteressant, da sowieso unbekannt. Will hier auch niemanden an den Pranger stellen, dass können andere machen, die eine solche Mail evt. auch noch bekommen haben. Trotzdem, die Mail hatte es in sich, nicht nur inhaltlich; Rechtschreibfehler wie im Original!

“Sehr geehrter Herr Eckel,
wir von ****** fungiren als SEO-Expertenteam. Uns zeichnet aus, dass wir seo-technisch immer auf dem neuesthen stand sind und unsere Kunden garantiert, auf die oberen Positionen in den Suchergebnissen gängiger Suchmaschienen bekommen können. Durch gute Verlinkungsstrategien -Artikelverzeichnise und TOP-Webkatalog- sind wir in der Laage, Ihren Projekten den letzten, entscheidenden BOOST zu geben!

Wir würden uns freuen, wenn sie weitere Infos anfordern.

Mfg”

Es ist nicht alles SEO, wo SEO draufsteht..

Zukunft von SEO

Seokratie griff einen Artikel von Ian Lurieauf, in dem es um das eventuelle “Platzen” der “SEO-Blase” geht. Was mit dem Platzen einer Blase gemeint ist, weiß wohl jeder, der schon etwas im Internet aktiv ist. Generell werden drei Möglichkeiten beschrieben:

  • Theorie 1: Das langsame Verschwinden
  • Theorie 2: Das plötzliche Aussterben
  • Ein robuster Weg ins Erwachsensein

Ich glaube nicht, dass SEO komplett verschwinden wird. Eher halte ich ein langsames Verschwinden bzw. den robusten Weg ins Erwachsensein für eine Möglichkeit, über die man näher nachdenken sollte. Mit dem langsamen Verschwinden meine ich aber nicht, dass Budgets gekürzt werden, nein - es läuft einher mit dem Weg ins Erwachsensein.. kleine Agenturen oder einzelne SEOs, die sich halt SEO auf die Stirn schreiben, ohne SEO zu sein und Leistung abzuliefern, werden scheitern und verschwinden. Übrig bleibt ein harter Kern und das auch noch eine lange Zeit.

Auf lange Zeit ist es aber auch wichtig, nicht nur SEO zu machen. SEO ist nur eine Komponente des Online-Marketings und ich denke, dass Generalisten mit mehreren Schwerpunkten in Zukunft besser punkten können, als reine SEOs. Sprich man sollte sich auch mit SMO und SEM sehr gut befassen, um in der Zukunft noch bessere Chancen zu haben.

Dazu möchte ich aber sagen, dass sich die Arbeit von SEOs ansich in den nächsten Jahren verändern wird. Wie in den letzten Jahren auch. Ist halt ein Job, wo man sich immer wieder neu den Gegebenheiten anpassen muss.

SEO für Kunden - oder nicht?

Bei der Frage, ob man SEO für Kunden anbieten sollte, scheiden sich die Geister. Die einen machen nichts anderes, sei es für große Konzerne, mittelständische Unternehmen oder andere Projekte im Web - die anderen halten davon jedoch weniger, konzentrieren sich lieber auf eigene Projekte, da sie dort ihrer Meinung nach mehr verdienen können als bei einem Kunden.

Ich sehe das Ganze mit gemischten Gefühlen. Vor allem, weil ich beides mache, eigene Projekte und Kunden. Ich möchte weder das eine, noch das andere missen. Der Vorteil bei einem Kunden liegt auf der Hand: Je nach Abrechnungsmodell für die Tätigkeiten hat man jeden Monat eine feste Summe auf seinem Konto - ob man auf Stunden oder Tagesbasis arbeitet, ist nochmal eine andere Geschichte. Der Nachteil ist, dass man bei einem guten Kunden ständig auf hohem Level arbeiten muss - unter Umständen verschafft man dem Kunden durch Rankingverbesserungen einen so großen Vorteil, dass man sich danach ärgert, die Zeit und Power nicht in ein eigenes Projekt investiert zu haben - wo unterm Strich vielleicht mehr rauskommt.

Soll heißen: Sicherheit vs. Risiko - wenn es um die Frage geht, “SEO für Kunden, ja/nein?” Wie seht ihr das?

SEOktoberfest

Marcus und Quadszilla haben sich für das diesjährige Oktoberfest etwas ganz besonderes ausgedacht: Ein nicht ganz billiges Besäufniss -es kostet 5000€- inkl. Blackhat und SEO Tipps von den anwesenden Experten. Also, wer will, kann sich ja noch anmelden und einen der 10 Plätze ergattern ;)

Kleiner Google-Bug!

Eugen hat mich eben auf einen kleinen Bug bei Google angesprochen. Wenn man in der Google Suchmaske beispielsweise http://www.blogschrott.net eingibt und dann auf “Im Cache” klickt, ergibt sich folgendes, grausames Bild:

Bug

Ein Bug bei Big G, ja ist es denn die Möglichkeit? Und ich dachte, die Programmierer dort wären gut. Aber wahrscheinlich haben sie in der Firma zuviel gespielt und sich nicht auf die eigentliche Arbeit konzentriert ;) Jungs, schaut Euch das mal an und fixt das ;)

Linkbait mit Fake-Storys!

Wie heißt es doch so schön: “Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt.” Auch bei SEO und Linkbaits? In der letzten Zeit habe ich von zwei interessanten Linkbaits Kenntnis genommen, wobei einer davon sehr erfolgreich verlief und der andere weniger erfolgreich. Die Linkbaits wurden durch eine falsche Geschichte inszeniert, die alle erstaunen und zum Verlinken anstiften sollte - ein interessantes Mittel; wenn es gut gemacht wird, kann es sich lohnen, aber gucken wir uns -wie gesagt- die zwei Beispiele an.

“Physiker warnt vor EM Ball”

Fangen wir mit dem schlechteren beider Linkbaits an - wobei schlechter nicht mit der “Qualität” der Geschichte zu verwechseln ist. Heute vor einem Monat titelte Sportgate.de “US Physiker warnt vor EM Ball” und hat mit viel Fantasie etwas lustiges zusammengeschrieben; hier einige Kostproben:

Der offizielle EM Ball sei durch seine extreme Nähe zur perfekten Kugel (Abweichung ca. 0,1%) zu perfekt um im normalen Raum-Zeit-Kontinuum stabil zu existieren.

Zugegeben: Wer sich hier nicht fragt, was das soll, der hat zuviel Star Wars gesehen, ehrlich!

So bewege sich der EM Ball oftmals wesentlich schneller, als dies aerodynamisch möglich sei, sein Abprallverhalten entspräche nicht immer den Regeln der Mechanik und seine Masse scheint zu fluktuieren.

Und so weiter, und so weiter.. wie gesagt, wenn man nichts besseres zu tun hat, ist das Lesen von sowas nicht ganz verkehrt ;) Doch welchen Erfolg hatte die Aktion letztendlich? Nun, er war nicht groß. Links gab es so gut wie gar keine. Gestreut wurde der Link auf Social Media Plattformen wie YiGG oder Scoop. Backlinks von anderen Blogs und Websites - Fehlanzeige :)

“13 Year Old Steals Dad’s Credit Card to Buy Hookers”

Wesentlich erfolgreicher war da die Geschichte mit dem 13-jährigen Jungen, der seinem Vater die Kreditkarte gestohlen hatte, um Prostituierte zu ordern. Fabriziert wurde die Story von Money.co.uk, einem Finanzportal.

“Meinen Papa stört das sicher nicht, er hat ja meinen Geburtstag vergessen und wollte eh das Geschenk noch nachholen. Das Disneyland interessiert mich nicht so.”

Etliche große Websites wie z.b. Gulli.com fielen auf die Story rein, massig englischsprachige Blogs bloggten die Story, selbst vom Fernsehen wurde es kurz aufgegriffen! Doch woran lag es nun, dass der Linkbait von Money.co.uk ein Erfolg war und der von Sportgate.de ein Schuss in den Ofen? Ich denke, es spielen zwei Punkte eine große Rolle. Zum einen haben wir es hier wieder mit der Sprache zu tun. Deutsch: wenig Leser, englisch: viele Leser. Die Chance, das die Story von mehreren Medien aufgegriffen wird, ist folglich im englischsprachigen Bereich am größten. Zum anderen ist die Story mit dem Jungen und der Kreditkarte auf dem ersten Blick glaubwürdiger, als ein EM Ball, der laut der Physik “zu perfekt” ist. Wenn man sich z.b. einmal die Diskussion auf Gulli.com ansieht, stellt man fest, das die Story erstmal so gefressen worden ist. Wäre die Story mit dem Ball auf englisch gewesen, hätte sie wohl sehr viel größeren Erfolg gehabt.

Die Frage die sich zusätzlich noch stellt ist nur die, ob man sowas machen oder lieber lassen sollte. Klar, eine solche Aktion kann, wenn sie korrekt ausgeführt wird und man etwas Glück hat, richtig viele Links geben. Sie schädigt aber mit großer Wahrscheinlichkeit die Reputation des Mediums, die eine solche Story veröffentlicht. Es liegt an Euch, was wichtiger für Euch ist. ;) Ich persönlich würde es sein lassen. Auch, wenn es mit die billigste Variante ist Links zu bekommen. Mehr als 1,2 Stunden Zeit braucht man für sowas nun wirklich nicht, große Hürde ist nur die Idee, der Geistesblitz..

Hier noch ein paar Links zum Thema:
Doing A Fake Story For Linkbait?
Media Duped by Fake Story About Boy Who Hired Hookers
Linkbait at any Cost?
Diskussion auf sphinn.com