Archive for August, 2008

Zukunft von SEO

Seokratie griff einen Artikel von Ian Lurieauf, in dem es um das eventuelle “Platzen” der “SEO-Blase” geht. Was mit dem Platzen einer Blase gemeint ist, weiß wohl jeder, der schon etwas im Internet aktiv ist. Generell werden drei Möglichkeiten beschrieben:

  • Theorie 1: Das langsame Verschwinden
  • Theorie 2: Das plötzliche Aussterben
  • Ein robuster Weg ins Erwachsensein

Ich glaube nicht, dass SEO komplett verschwinden wird. Eher halte ich ein langsames Verschwinden bzw. den robusten Weg ins Erwachsensein für eine Möglichkeit, über die man näher nachdenken sollte. Mit dem langsamen Verschwinden meine ich aber nicht, dass Budgets gekürzt werden, nein - es läuft einher mit dem Weg ins Erwachsensein.. kleine Agenturen oder einzelne SEOs, die sich halt SEO auf die Stirn schreiben, ohne SEO zu sein und Leistung abzuliefern, werden scheitern und verschwinden. Übrig bleibt ein harter Kern und das auch noch eine lange Zeit.

Auf lange Zeit ist es aber auch wichtig, nicht nur SEO zu machen. SEO ist nur eine Komponente des Online-Marketings und ich denke, dass Generalisten mit mehreren Schwerpunkten in Zukunft besser punkten können, als reine SEOs. Sprich man sollte sich auch mit SMO und SEM sehr gut befassen, um in der Zukunft noch bessere Chancen zu haben.

Dazu möchte ich aber sagen, dass sich die Arbeit von SEOs ansich in den nächsten Jahren verändern wird. Wie in den letzten Jahren auch. Ist halt ein Job, wo man sich immer wieder neu den Gegebenheiten anpassen muss.

SEO für Kunden - oder nicht?

Bei der Frage, ob man SEO für Kunden anbieten sollte, scheiden sich die Geister. Die einen machen nichts anderes, sei es für große Konzerne, mittelständische Unternehmen oder andere Projekte im Web - die anderen halten davon jedoch weniger, konzentrieren sich lieber auf eigene Projekte, da sie dort ihrer Meinung nach mehr verdienen können als bei einem Kunden.

Ich sehe das Ganze mit gemischten Gefühlen. Vor allem, weil ich beides mache, eigene Projekte und Kunden. Ich möchte weder das eine, noch das andere missen. Der Vorteil bei einem Kunden liegt auf der Hand: Je nach Abrechnungsmodell für die Tätigkeiten hat man jeden Monat eine feste Summe auf seinem Konto - ob man auf Stunden oder Tagesbasis arbeitet, ist nochmal eine andere Geschichte. Der Nachteil ist, dass man bei einem guten Kunden ständig auf hohem Level arbeiten muss - unter Umständen verschafft man dem Kunden durch Rankingverbesserungen einen so großen Vorteil, dass man sich danach ärgert, die Zeit und Power nicht in ein eigenes Projekt investiert zu haben - wo unterm Strich vielleicht mehr rauskommt.

Soll heißen: Sicherheit vs. Risiko - wenn es um die Frage geht, “SEO für Kunden, ja/nein?” Wie seht ihr das?